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Der Alpenhauptkamm: Internationale Zusammenarbeit für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung

Der Alpenhauptkamm ist eine bedeutende geographische Formation in den Alpen, die die Wasserscheide zwischen den Flusssystemen der Donau im Norden und der Adria im Süden bildet. Hier sind einige wichtige Informationen über den Alpenhauptkamm:

 6 Länder / 1.200 Km

Der Alpenhauptkamm erstreckt sich über eine Länge von etwa 1.200 Kilometern und durchquert dabei sechs Länder: Frankreich, Monaco, Italien, die Schweiz, Liechtenstein und Österreich. Er bildet die Hauptachse des Alpenbogens. Er verläuft über zahlreiche hohe Gipfel, darunter viele der höchsten Berge der Alpen. Dazu gehören beispielsweise der Mont Blanc in Frankreich, die Matterhorn-Gruppe in der Schweiz und der Ortler in Italien.

Der Alpenhauptkamm fungiert als Wasserscheide, die das Wasser entweder nach Norden in die Donau oder nach Süden in die Flüsse, die ins Adriatische Meer münden, leitet. Dies hat eine entscheidende Bedeutung für die Entwässerung der Alpen. Er beeinflusst das Klima und die Vegetation auf beiden Seiten der Wasserscheide. Die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen auf der Nord- und Südseite tragen zur Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten in den Alpen bei.

Aufgrund seiner ökologischen Bedeutung und der Empfindlichkeit der alpinen Umwelt wurden verschiedene Schutzmaßnahmen eingeführt, um den Alpenhauptkamm zu erhalten. Internationale Organisationen wie die Alpenkonvention setzen sich für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung dieser Region ein.

Der Alpenhauptkamm ist somit nicht nur eine geographische Trennlinie, sondern auch ein wichtiger Faktor für die Natur und die menschlichen Aktivitäten in den Alpen.

Entdecken Sie die bedeutenden Initiativen und Abkommen, die die sechs Alpenländer verbinden und die Herausforderungen des Alpenhauptkamms angehen.

Der Alpenbogen vereint sechs Länder: Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Slowenien sowie die Fürstentümer Liechtenstein und Monaco. Er wird von rund 16 Millionen Menschen bewohnt und von mehr als 100 Millionen Touristen besucht. Viele gemeinsame Herausforderungen und Entwicklungsprobleme müssen durch eine internationale Abstimmung bewältigt werden. Die wichtigsten internationalen Vereinbarungen sind:

Internationale Alpenschutzkommission (CIPRA) in Deutschland (Kempten) und mit dem CIPRA Informationsdienst:

Die CIPRA ist eine nichtstaatliche, unabhängige und nicht gewinnorientierte Dachorganisation, die sich seit 1952 für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung in den Alpen einsetzt.

Arbeitsgemeinschaft Alpenländer Bayern – Graubünden – Salzburg – St.Gallen – Südtirol – Tessin – Tirol – Trentino – Vorarlberg:

Die ARGE ALP wurde am 12. Oktober 1972 in Mösern in Tirol gegründet, um gemeinsam interessierende Probleme in gutnachbarlicher Weise lösen zu können. Sie war europaweit der erste vergleichbare Zusammenschluss staatlicher und autonomer Einheiten auf der Ebene unterhalb der National- und Bundesstaaten.

Die Alpenkonvention:

Anfang der 90er Jahre beschlossen die Minister der Alpenstaaten ein Abkommen zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Alpen auszuarbeiten. Die Konvention trat am 6. März 1995 in Kraft. Die Alpenkonvention ist das weltweit erste völkerrechtlich verbindliche Übereinkommen zum Schutz einer Bergregion. Erstmals wurde damit ein transnationales Berggebiet als geographische Einheit und als ein gemeinsamer Kultur- und Wirtschaftsraum angesehen.