Hitzetage im Allgäu: So bleiben Sommerausflüge in den Bergen angenehm
Sobald die Thermometer im Allgäu über die 28-Grad-Marke klettern, verändert sich etwas im Alltag der Region. Die Freibäder in Sonthofen und Kempten füllen sich früher als sonst, auf den Wanderwegen rund um Oberstdorf und Immenstadt wird schon am frühen Morgen aufgebrochen, und selbst hartgesottene Höhenwanderer weichen an solchen Tagen lieber auf schattige Routen durch den Wald aus, statt die sonnigen Grate am Nebelhorn oder Fellhorn zu erklimmen. Wer die Sommermonate in den Allgäuer Alpen verbringt, merkt schnell, dass sich Hitze in den Bergen anders anfühlt als im Flachland und dass derselbe Weg auf elfhundert Metern Höhe eine ganz andere Herausforderung sein kann als im Tal.
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Ein Grund dafür liegt in der Höhenlage selbst. Mit jeden hundert Metern nimmt die Intensität der Sonnenstrahlung spürbar zu, gleichzeitig täuscht die oft kühlere Luft darüber hinweg, wie stark die Belastung für den Körper tatsächlich ist. Wer auf einer Alm auf 1500 Metern steht und einen frischen Wind spürt, unterschätzt gerne, wie viel UV-Strahlung in dieser Zeit bereits auf Haut und Augen eingewirkt hat. Erfahrene Bergsteiger orientieren sich deshalb gerne an aktuellen Prognosen zur UV-Strahlung, bevor sie größere Touren planen, denn an klaren Tagen kann der Wert im Hochgebirge deutlich höher liegen als im Tal, selbst wenn der Himmel nur leicht bewölkt erscheint.
Früh starten und die größte Hitze vermeiden
Praktisch bedeutet das vor allem eines: Die Tageszeit richtig zu wählen. Wer zwischen elf und fünfzehn Uhr auf schattenlosen Graten unterwegs ist, sollte ausreichend trinken, lange und luftige Kleidung tragen und regelmäßige Pausen in schattigen Abschnitten einplanen. Viele Einheimische verlegen ihre Touren im Hochsommer ohnehin auf die frühen Morgenstunden, wenn die Luft noch kühl ist und das Licht über den Bergketten ohnehin am schönsten wirkt. Auch eine Brotzeit an einer bewirtschafteten Alm lohnt sich an solchen Tagen doppelt, weil dort meist kühle Getränke und schattige Bänke warten. Wer es lieber gemütlicher angehen lässt, findet in den Allgäuer Tälern reichlich Gelegenheit, sich abzukühlen, etwa an den schönsten Badeseen der Region die gerade im Juli und August viele Familien und Ausflügler anziehen.
Sonnenschutz für Haut und Augen nicht vergessen
Auch das Thema Sonnenschutz gehört an solchen Tagen einfach dazu. Sonnencreme ist inzwischen für die meisten selbstverständlich, doch die Augen geraten dabei oft in Vergessenheit, obwohl sie besonders empfindlich auf starke Reflexionen reagieren, etwa an Schneefeldern im Frühsommer oder an den Seen der Region. Eine gut sitzende Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Schutz gehört deshalb ebenso in den Rucksack wie eine Kopfbedeckung, und wer noch keine passende Fassung besitzt, findet beim Optiker-Team von eyes + more eine unkomplizierte Beratung, bevor es das nächste Mal auf den Berg oder ans Wasser geht.
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Rücksicht auf Tiere und Weideflächen nehmen
Auch Tiere spüren die Hitze deutlich. Kühe auf den Almweiden suchen an heißen Tagen häufiger den Schatten unter Bäumen und stehen manchmal dichter beieinander als sonst, was Wanderer beim Durchqueren der Weideflächen berücksichtigen sollten. Genügend Abstand und ruhiges Verhalten sind hier, wie eigentlich immer beim Wandern durch Weideland, die beste Strategie.
Wetterlage prüfen und ausreichend Wasser einpacken
Wer seine Touren nicht spontan plant, sondern etwas vorbereitet, sollte zudem einen Blick in aktuelle Sicherheitshinweise für Bergsportler werfen. Gerade an heißen Tagen unterschätzen viele Wanderer den zusätzlichen Flüssigkeitsbedarf und die schnellere Erschöpfung am Berg, was gerade bei längeren Etappen zu echten Problemen führen kann. Auch ein kurzer Blick auf die Wetterlage vor dem Start in enge Schluchten wie die Breitachklamm oder die Starzlachklamm gehört an heißen Sommertagen dazu, da sich dort Gewitter mitunter rasch zusammenbrauen. Ein zweiter Wasservorrat, ein Sonnenhut und die Bereitschaft, eine Tour bei Bedarf abzukürzen, gehören deshalb zur Grundausstattung im Sommer.
Den heißen Tag entspannt ausklingen lassen
Am Nachmittag zieht es viele dann ohnehin wieder nach unten, in eines der schattigen Gasthäuser am Ortsrand oder direkt ans Wasser, während sich die Wärme des Tages langsam aus den Tälern verabschiedet und die Berge in ein weiches Abendlicht getaucht werden, das den Allgäuer Sommer so besonders macht. Wer dann noch einen Blick zurück zu den Gipfeln wirft, sieht oft, wie die letzten Wanderer gemütlich absteigen, während unten am See schon die ersten Grillen zirpen und der Tag langsam in einen lauen Sommerabend übergeht









